Zur Zusammenarbeit mit unseren Religionslehrer*innen:

An unserer Schule besteht eine Kooperation zwischen Ethik und Religion auf drei Standbeinen!

1. Kooperation

Der Religionsunterricht wird in Kooperation mit dem Ethikunterricht erteilt. Ethiklehrer*innen und Religionslehrer*innen gestalten gemeinsam den Unterricht, unterstützen und ergänzen einander. Religiöse Themen kommen im Rahmen der Kooperation mit dem Fach Ethik zur Sprache und werden fachkompetent durch die Religionslehrer*innen begleitet. „Neue“ Lernorte wie Kirchen und andere Orte religiösen Lebens in den Weltreligionen werden zusammen mit den Schüler*innen erschlossen und entdeckt.

2. Methodik

Der Religionsunterricht bietet in Kooperation mit dem BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend) die sogenannten Tage ethischer Orientierung an. In erlebnispädagogischen Ansätzen werden Stärken der Schüler*innen entwickelt und reflektiert, die in einer Gruppe des Miteinanders gebraucht werden. Gerade die Reisen nach Grünheide (bei Berlin-Erkner) werden von unseren 8. Klassen genutzt, um als Klassengemeinschaft weiter zusammenzuwachsen. Eine Auseinandersetzung mit Geschlechteridentitäten und Geschlechterrollen sowie einer Sexualerziehung, die auf jugendlicher Selbstbestimmung basiert, werden in diesen Tagen von Teamern des BDKJs angeboten. Das methodische Reflektieren steht dabei im Zentrum und ist auch Teil des Ethikunterrichts.

3. Projekte

Der Religionsunterricht bietet verschiedene größere und kleinere Projekte an. Beispielsweise findet jedes Jahr eine Abenteuerfahrt in die skandinavische Natur statt. Dort leben die Schüler*innen zehn Tage im Freien und lernen unter extremen Bedingungen in der Natur zu überleben. Wir möchten den Schüler*innen die Möglichkeit bieten die Natur, aber auch sich selbst mal anders wahrzunehmen, um die notwendigen Dinge des Lebens bewusster genießen zu können. Außerdem stärkt eine solche Reise das Ich- und das Wir- Gefühl und zwingt die Schüler*innen auf langen regnerischen Wanderungen ihre eigenen Grenzen kennenzulernen und wohlmöglich zu überwinden.

Der Kompetenzrahmen des Religionsunterrichts bietet vielfältige Formen des Lernens, die größtenteils durch Erzählungen und biblischen Geschichten vermittelt werden: Die Schüler*innen entwickeln Fähigkeiten und Fertigkeiten im Unterricht durch den Erwerb und Aufbau von grundlegenden Kompetenzen. Unsere Religionskolleg*innen bringen daher ihre im Fach Religion verankerten Kompetenzbereiche mit ein, die gerade in der Kooperation mit dem Fach Ethik aufgehen.

Kompetenzbereiche aus dem Rahmenlehrplan evangelische Religion (exemplarisch):

  1. Wahrnehmen und deuten, d. h. religiös bedeutsame Phänomene wahrnehmen und deren Ausdrucksformen deuten.
    Beispiel: Was ist Spiritualität?
     

  2. Erzählen und darstellen, d. h. religiös bedeutsame Phänomene beschreiben und zu einer Darstellung verbinden.
    Beispiel: Wieso hält man an Gott fest, wenn er einen mit großen Leiden straft?
     

  3. Urteilen und kommunizieren, d. h. den religiösen Dialog bewusst gestalten.
    Beispiel: Hans Küng – Das Projekt Weltethos / Können die drei großen Weltreligionen (Islam, Judentum, Christentum) friedlich zusammen leben?
     

  4. Teilhaben und gestalten, d. h. begründete Teilhabe an religiösen Vollzügen.
    Beispiel: Wie wollen wir gemeinsam oder unterschiedliche Feste und Rituale feiern?

© 2019 by Schule an der Jungfernheide

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