Aktivismus live miterleben! #nodoption

Am 17.06.2021 unterstützte die Klasse 9c Frau Beekes und ihre Partnerin bei ihrer Anhörung. Worum ging es denn?





Nodoption erklärt ihre Mission : "Wir sind Familien, die als solche anerkannt werden wollen.

Unsere Kinder sind in Beziehungen hineingeborene Wunschkinder.

Wir lieben und umsorgen diese Kinder gemeinsam als Eltern und übernehmen für sie Verantwortung. Mit oder ohne Trauschein und trotz "Ehe für alle":

Unsere Kinder werden im Vergleich zu Kindern aus heterosexuellen Familien benachteiligt,

da der zweite Elternteil sie erst adoptieren muss, um so rechtliche Absicherung zu schaffen.

Das geht gegen Artikel 3* & Artikel 6** des Grundgesetzes und ist in höchstem Maße diskriminierend. Wir verweigern daher die Stiefkindadoption, wo es keine Stiefkinder gibt

und fordern die Anerkennung unserer Elternschaft ab Geburt."




Auf dem Instagram Account von #nodoption posteten Frau Beekes und ihre Partnerin folgendes:

"Wir sind Britta und Tine und seit etwas mehr als einem halben Jahr glückliche – und manchmal müde – #eltern unseres gemeinsamen Kindes. Eine Schwangerschaft in Pandemiezeiten, eine Geburt im Corona-Lockdown und anschließende #säuglingsintensivstation : Das alles stellte uns als Familie vor besondere Herausforderungen. Hinzu kommen die unsichere rechtliche Situation und die finanzielle Belastung: Als queeres Paar sind wir nicht beide in die Geburtsurkunde eingetragen, sondern nur diejenige, die das Kind geboren hat. Dabei ist Familie doch so viel mehr als Genetik! Schon vor der Geburt haben wir entschieden, keine #Stuefkindadoption zu machen, denn unser Baby ist kein Stiefkind sondern unser gemeinsames #Wunschkind !! Deshalb haben wir einen Antrag auf Feststellung der Elternschaft beim Familiengericht eingereicht. Vor der Geburt haben wir außerdem beim Notar eine #Mutterschaftsanerkennung unterschrieben, die besagt, dass wir beide Eltern unseres Kindes sind. Gemeinsames Sorgerecht und Nachname des Kindes wurden darin ebenfalls geregelt. Doch bietet das #Abstammungsrecht aktuell keine Möglichkeit, dass eine Frau ihre Elternschaft per Anerkennung regelt – das Dokument wurde vom Standesamt nicht akzeptiert. Die Unterstützung des sehr netten Beamten: Wir konnten einen Nachnamen als dritten Vornamen eintragen lassen. Leider läuft es nicht immer so. Bei der #Elterngeldstelle sagte die Sachbearbeiterin nur: „Wenn Sie Ihren Antrag einreichen, werden Sie schon sehen, ob dieser akzeptiert wird.“ Er wurde mit dem Hinweis, wir seien nicht verpartnert, abgelehnt. Einspruch. Abgeleht! Letzte Woche haben wir deshalb auch Klage beim Sozialgericht eingereicht. Am 17.6.2021 ist unsere Anhörung beim Familiengericht und wir brauchen eure Unterstützung. Folgt @nodoption und tragt euch den Termin im Kalender ein. Weitere Infos folgen."



Das ist der aktuelle Stand: "Die Richterin war Britta und Tine sehr zugewandt und hat sich alles angehört, was die beiden zu sagen haben. Sie war sehr gut vorbereitet, hatte den Beschluss vom Kammergericht Berlin in Kopie vor sich liegen, hat darauf Bezug genommen und daraus zitiert. Unsere Anwältin @justglitza hat alle Argumente vorbringen können. Die Richterin hat deutlich gesagt, dass sie auf der Seite von Britta und Tine sei, dass sie aber schauen müsse, was rechtlich möglich sei. Sie versprach in jedem Fall eine schnelle Entscheidung. Eine weitere gute Nachricht: Eine Aussetzung des Verfahrens ist eher unwahrscheinlich, da die Richterin weiß, wie wichtig es ist, dass auch unverheiratete Paare in Karlsruhe bedacht werden. Nun heißt es wieder einmal warten!"


Hier ist der Link zur Homepage von #nodoption: HOME | Nodoption

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